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Das Ende der Austernfischerei - und der Beginn
der Sylter Austernzucht.

Im Jahr 1882 waren die Austernbestände schließlich derart überfischt, dass der Austernfang eingestellt werden musste. Das ständige Graben mit dem Streicheisen über den Wattenboden hatte zudem den Neuansatz von Jungtieren immer wieder gestört, schließlich gab es nicht mehr genug Nachwuchs. Eine längere Schonzeit sollte die Austernbänke schützen und die Erholung der Population ermöglichen.

Die Bestände erholten sich allerdings nicht mehr wie erwartet, sodass im Jahre 1910 in List ein staatlicher Betrieb mit dem Ziel geschaffen wurde, Brutaustern künstlich anzusiedeln. Hierfür legte man drei große Bassins an, die mit der offenen See verbunden waren.

Mit Unterstützung der Biologischen Anstalt Helgoland wurden erstmalig systematische Zuchtversuche unternommen - die Austernfischerei wurde also zum ersten Mal nicht mehr als Beutefang angesehen: Aussaat und nachhaltige Pflege, die Beachtung von Schonzeiten und das Einrichten von Kulturbänken standen plötzlich im Mittelpunkt.

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