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Die Austern und die Menschen in Nordfriesland:
seit Jahrtausenden miteinander verbunden.

Wenn man bedenkt, dass Austern bereits seit Jahrtausenden auf dem Speiseplan des Menschen zu finden sind, wird sofort klar, dass es sich bei diesen kostbaren Meeresfrüchten um ein Kulturgut ersten Ranges handelt. Funde von menschlichen Ursiedlungen mit großen Mengen an Muschel- und Austernschalen legen nahe, dass Austern bereits in der Steinzeit als wertvolles Nahrungsmittel entdeckt wurden.

Knut der Große

Wurden die Schalentiere - wie andere Meeresfrüchte auch - über viele Generationen hinweg zunächst den natürlichen Vorkommen entnommen, so war es schließlich im 11. Jahrhundert Knut der Große, der in Nordfriesland zum ersten Mal künstliche Austernbänke angelegt hatte.

Der Aufstieg der Sylter Austernfischerei begann u.a. auch mit steigender Nachfrage durch Hamburger und Bremer Kaufleute, die sich die Austern in kleinen, mit Seewasser gefüllten Holzfässern kommen ließen - und selbst der dänische König konnte dieser Delikatesse nicht widerstehen. Für die Sylter war dies ein einträgliches Geschäft, das immer professioneller betrieben wurde.

Ab dem 13. Jahrhundert wurde der Austernfang mit Segelbooten durchgeführt, die so genannte Streicheisen auf dem Meerboden hinter sich herzogen. Diese „Striekisen" waren zunächst Netze von Riemen, die aus Seehundsfell geflochten waren, später bestand dieses Netzwerk dann aus Eisenringen - pro Fang konnte man nach dem Einholen der Netze etwa 150 Austern zählen.

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