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Aufzucht und Pflege im Wattenmeer

Es gibt mehrere Methoden, Austern zu züchten: Im Wattenmeer vor Sylt betreiben wir unsere Austernaufzucht auf so genannten „Tischkulturen". Hierbei werden die Tiere in wasser-, licht und nährstoffdurchlässige Netzsäcke - den „Poches" - gefüllt und dann auf Eisengestelle gelegt, welche dann bei Flut vom nährstoffreichen Wasser der Nordsee durchspült werden.

Sylter Royal - Poches

Um die unentbehrliche Nähr- und Sauerstoffzufuhr unserer Meeresfrüchte zu sichern, müssen die Poches regelmäßig von Seetang und Algenbewuchs befreit werden. Auch ist es sehr arbeitsintensiv, die Austern daran zu hindern, dass diese miteinander verwachsen.

Um beiden Problemen vorzubeugen, müssen die etwa 15 kg schweren Poches immer wieder von Hand gewendet, gerüttelt und möglichst oft in Bewegung gehalten werden - für jede Austerngeneration also eine Vollbeschäftigung über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren. Aber weil unsere Kunden keine zwei Jahre auf ihre Sylter Royal warten möchten, hat unser Austernbestand unterschiedliche Wachstumsphasen.

Sylter Royal - Wasserkante

Bei günstiger Tide können wir bis zu 4 Stunden am Tag im Wattenmeer arbeiten und unter gutem Einsatz aller Möglichkeiten die maximale Pflege der Austern durchführen. Ungünstige Tide hingegen bedeutet, dass ein großer Teil des Aufzuchtgebietes unter Wasser steht und evtl. geplante Arbeitsgänge nicht durchgeführt werden können.

 

Die gesamte Population, die sich auf unserer Austernbank befindet - und das sind immer zwei bis drei Millionen Stück - werden jedes Jahr zur Überwinterung in unseren Betrieb in List verbracht. Dort finden sie Quartier in unseren Austernbecken, wo sie von November bis März verbleiben und von einer Seewasserleitung mit frischem Meerwasser versorgt werden: Nur so ist gewährleistet, dass wir unsere Sylter Royal wirksam vor Verlust durch Eisgang oder auch vor dem Erfrieren schützen können.