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Tipps & FAQs

So öffnen Sie Ihre Sylter Royal

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Gehen Sie beim Öffnen der Auster wie folgt vor:
Setzen Sie das Austernmesser am sogenannten „Schloss“ der Sylter Royal an (bitte nicht an der Seite!). Stechen Sie dann das Messer mit „Wackelbewegungen“ vorsichtig in die Auster, bis der Widerstand nachlässt, trennen Sie dann die Oberschale der Auster mit einer Drehbewegung des Messers von der Unterseite. Durchtrennen Sie vorsichtig den seitlichen Muskel. Geschafft! Die Sylter Royal ist offen. Nun nur noch den Muskel an der Unterseite von der Auster lösen. Guten Appetit!

In jedem Fall empfiehlt es sich, zum Öffnen ein dafür extra hergestelltes Austernmesser zu verwenden: Wer es mit einem gewöhnlichem Messer aus der Küche versucht, der riskiert schwere Verletzungen. Auch sollte bedacht werden, dass die Schalen sehr scharf sein können; auf der sicheren Seite sind Sie deshalb, wenn Sie sich zusätzlich einen Austernhandschuh aus Edelstahl zulegen. Sämtliches Zubehör finden Sie in unserem Shop.

Empfehlen möchten wir dies jedenfalls nicht. Überaus hartnäckig hält sich das Gerücht, dass man Austern schlürft. Wir haben versucht, diesem weit verbreiteten Irrtum auf den Grund zu gehen, sind aber zu keiner befriedigenden Antwort gekommen. Vielleicht gab es einmal Auster-Enthusiasten, die mit dem Begriff „Schlürfen“ ihre besondere Leidenschaft zum Ausdruck bringen wollten. Und sicher ist anzunehmen, dass all jene Menschen, die noch keine Auster genossen haben, diesen Sprachgebrauch erst einmal in dieser Form übernehmen. Tatsache ist jedoch: Eine Auster wird nicht geschlürft. Der Grund hierfür ist, dass Austern sich eigentlich gar nicht zum Schlürfen eignen: einerseits, da man erst einmal das Fleisch von der Schale trennen muss, andererseits aber vor allem auch deshalb, da man das Fleisch der Auster nicht einfach verschluckt, sondern ganz bewusst kaut. Und in gekochtem Zustand wäre ein Schlürfen des Austernfleisches natürlich ohnehin ein vergebliches Unterfangen.

Wir sagen: ganz wie Sie möchten. Für viele Menschen gehören Austern und die Zitrone so sehr zusammen wie Kaffee und Milch. Es scheint selbstverständlich zu sein, dass man die rohe Auster vor dem Genuss mit Zitronensaft beträufelt – dass dabei der facettenreiche Geschmack der Auster überdeckt wird, ist jedoch nur allzu verständlich. Die rohe Auster mit Zitrone zu beträufeln hatte ursprünglich nichts damit zu tun, dass das Schalentier dadurch bekömmlicher würde. Der Grund für dieses Ritual war, dass der Gast dadurch erkennen konnte, ob die Auster noch lebendig, also fangfrisch war: Die Tiere reagieren empfindlich auf die scharfe Säure der Zitrone, das Muskelfleisch fängt zu zucken an, die Ware konnte dem Meer also erst vor kurzem entnommen worden sein. Aber: Dieser Test funktioniert längst nicht bei allen Austernarten! Unsere Sylter Royal ist beispielsweise derart robust, dass ihr auch der Saft einen ganzen Zitrone keinerlei Reaktion abringen würde. Mit anderen Worten: Sie dürfen unsere Austern gerne auch mit einer Zitrone verfeinern (dann jedoch den Zitronensaft sehr sparsam verwenden), aber ob unsere Auster tatsächlich noch voller Lebenssaft ist, bekommen Sie auf diese Weise nicht heraus.

Haben Sie schon einmal „frische“ Austern bestellt? Eigentlich ist das doch nur selbstverständlich. Es gibt einen Sprachgebrauch, der sich für alle diejenigen, welche mit Natur belassenen Lebensmitteln handeln, schlichtweg von selbst verbietet – dazu zählt, von „frischer“ Ware zu reden. Vielleicht ist dieser Sprachgebrauch so verbreitet, weil es inzwischen so viele Konserven gibt, sodass hierin die Sehnsucht nach unverfälschten Produkten zum Ausdruck kommt. Tatsache ist: Unsere Sylter Royal sind so, wie sie dem Meer entnommen worden sind: quicklebendig. Das gilt nicht nur für die Exemplare, die wir in unserem Restaurant in List auf Sylt anbieten, sondern auch für unsere per Express zugestellte Lieferware: Im geschlossenen Zustand überleben die Sylter Royal mehrere Tage.

„Iss die Austern nur in den Monaten mit einem „R“!“ Schöne Regel – und wie leicht zu merken. Sie stimmt aber nicht. Manche mögen auch von der Regel gehört haben, man solle Austern nur in den Monaten genießen, in denen ein „R“ vorkommt, von Mai bis August hingegen sei der Verzehr eher nur mit Vorsicht zu empfehlen. Fragt man allerdings nach, warum dies angeblich so sei, weiß kaum jemand eine befriedigende Antwort darauf. Um es vorweg zu nehmen: Die Sylter Royal®können das ganze Jahr über genossen werden – und zwar ohne jede Einschränkung. Für die „R“-Regel gibt es mehrere Theorien:

1) In den alten Zeiten gab es in den Sommermonaten keine Kühlmöglichkeiten, weder auf dem Transport noch am Bestimmungsort.
Dieses Problem ist durch die moderne Lebensmittel-Logistik heutzutage gelöst.

2) In den Sommermonaten entstehen toxische Algenblüten, die von den Austern filtriert werden.
Das ist eine These, die durch die regelmäßigen Untersuchungen des Veterinäramtes für unser Wattenmeer noch niemals belegt werden konnte. In wärmeren Gewässern, z.B. denen vor Frankreich und Spanien, kann es jedoch vorkommen.

3) Ein staatlicher Erlass aus dem 18. Jahrhundert sollte die Überfischung der Austernbestände verhindern.
Diese Variante ist nach Meinung der Geschichtsforscher wohl die richtige: Nachdem die Bestände vor den französischen Küsten bedrohlich zu schwinden begannen, verfügte man im Jahre 1759, dass von Mai bis Oktober während der Laichzeit keine Austern gefischt oder verzehrt werden dürfen. Unsere Sylter Royal werden jedoch nicht gefischt, sondern kommen aus nachhaltiger Zucht. So können sie ohne Bedenken über das ganze Jahr hinweg genossen werden.

Wir haben dazu alle wichtigen Informationen zusammengestellt. Klicken Sie dafür auf folgenden Button: 

Transport, Aufbewahrungstipps & Haltbarkeit

Der Versand unserer Sylter Austern lässt sich problemlos gestalten. Wieso?

Das „Trockenfallen“, wie etwa beim Transport, sind unsere Austern gewöhnt. Ebbe und Flut in der Nordsee und in unserem Aufzuchtgebiet, der Blidselbucht in List, gewöhnen die Sylter Royal ihr Leben lang zweimal alle 24 Stunden an den Zustand, ohne Wasser zu sein. Die Sylter Royal werden stets nur in vorbestellten Mengen dem natürlichen Seewasser unserer Hälterungsbecken in unserem Betrieb in List auf Sylt entnommen und verpackt. Diese Becken werden von einer Seewasserleitung täglich mit Nordseewasser versorgt. Die Temperatur der Nordsee schwankt. Im Sommer haben wir bis zu 26°C, im Winter kann die Temperatur bei null Grad Celsius liegen. Unsere Sylter Royal sind somit große Temperaturunterschiede durch die Jahreszeiten gewöhnt und an diesen Umstand angepasst. Es ist also problemlos möglich, unsere Austern auch ohne künstliche Kühlung über einen Zeitraum von zwei oder drei Tagen zu versenden.

Und falls Sie doch Bedenken haben sollten...

Unsere Versuche haben auch eine Woche als nicht kritisch gezeigt. Falls Sie nach einer Lagerzeit Bedenken haben – der Klopftest hilft. Schlagen Sie zwei Austern gegeneinander. Wenn es „satt“ klingt, ist alles gut, die Austern sind geschlossen und lebend. Wenn es „hohl“ klingt, ist die Auster offen und wird bitte nicht mehr verzehrt.

Clemens Dittmeyer, Oktober 2020